Manuelle Triggerpunkt-Therapie – Behandlung am Ausgangspunkt des Schmerzes

Die manuelle Triggerpunkt-Therapie beschreibt eine manuelle Behandlungstechnik innerhalb der Physiotherapie. Das Ziel dieser Behandlungstechnik ist es, lokal begrenzte Muskelverhärtungen (= Hartspannstränge bzw. knötchenartige Verdichtungen innerhalb eines oder mehrerer Muskelfaserbündel), welche Schmerzen und Beschwerden verursachen, aufzulösen bzw. zu beseitigen.

Ganzheitliche Behandlungsmethode

In unserer Physiotherapiepraxis in Dornbirn richten wir unser Hauptaugenmerk auf die Behandlung von myofaszialen Triggerpunkten (mTrP), welche für akute und chronische Schmerzen in der Skelettmuskulatur verantwortlich sind. Die manuelle Triggerpunkt-Therapie kommt nicht nur bei lokalen Behandlungen der Muskulatur zur Anwendung. Sie wird auch zur ganzheitlichen Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungssystems (Bewegungseinschränkungen, Kraftlosigkeit, Koordinationsverlust bzw. Störungen) sowie bei Irritationen des vegetativen Nervensystems eingesetzt.

Manuelle Triggerpunkt-Therapie – Ihre Vorteile

  • Hilft bei akuten und chronisch schmerzhaften muskulären Verspannungen
  • Verbessert die Beweglichkeit einzelner Gelenke bei Bewegungseinschränkungen und nach Traumen
  • Fördert und verbessert die muskuläre Koordination (Kraft)
  • Effektive Behandlungsmethode zur Linderung von Gelenks-, Rücken- und Kopfschmerzen
  • Ideale Behandlungsmethode bei Schulter-Nackenschmerzen, Migräne, etc
  • Verbessert die Blutzirkulation, Stoffwechselabfallprodukte werden abtransportiert, es kommt zu einer Verbesserung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung im Behandlungsgebiet
  • Entlastet irritierte Nervenfasern, welche abnorme Empfinden (Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühl, etc) innerhalb der Muskulatur auslösen
  • Effektives systematisches Behandlungskonzept

Triggerpunkte nicht immer Ausgangspunkt des Schmerzes

Ein Triggerpunkt (TrP) beschreibt ein Zentrum erhöhter Reizbarkeit (=Schmerz) innerhalb eines Gewebes, welches auf mechanische Stimulation (Zug, Druck) überempfindlich reagiert.

Grundlegend werden, je nach Gewebestruktur, myofasziale, tendinöse, ligamentäre, kutane und periostale Triggerpunkte unterschieden.

Neben ihrem Gewebeursprung werden hier aktive (= überempfindliche Stelle im Gewebe in Ruhe und während physiologischer Belastung oder Bewegung) und latente (= klinisch stumme Triggerpunkte, welche erst bei Palpation und Druckprovokation aktiviert werden) unterschieden.

Die Besonderheit dieser physiotherapeutischen Behandlungstechnik liegt in den Triggerpunkten (TrP) selbst, da diese nicht immer mit der Lokalisation des Schmerzes ident sein müssen. So kann es sein, dass die eigentliche Behandlung selbst außerhalb des angegebenen Schmerzgebietes liegt - jedoch für die lokal auftretenden Schmerzen oder Beschwerden die Ursache darstellt. So kann beispielsweise der Ursprung für Rückenschmerzen in der Bauchmuskulatur liegen, der Grund für Kopfschmerzen in der vorderen Halsmuskulatur.

Behandlung von akuten Verletzungen und chronischen Leiden

Sogenannte myofasziale Triggerpunkte (mTrPs), welche ihren Ursprung in der Muskulatur und den Faszien finden, treten am häufigsten auf und werden vorwiegend durch den Physiotherapeuten behandelt.
Diese Form der manuell therapeutischen Behandlung erlaubt es dem Therapeuten, sowohl chronische Überlastungssyndrome als auch akute Verletzungen (direktes Trauma, akute Überdehnung, akute Überlastung) oder Beschwerden der Skelettmuskulatur rasch und effektiv zu behandeln.
Bei der eigentlichen Behandlung werden verschiedene Techniken durch den Therapeuten ausgeführt. Zu Beginn werden die einzelnen aktivierten Triggerpunkte (TrPs) palpiert, etwaige zusammenhängende Triggerpunkt-Ketten bestimmt und manuell komprimiert.
Dies erfolgt mit zusätzlich passiver und aktiver spezifischer Bewegung, welche speziell auf den zu behandelnden Muskel abzielt. Anschließend werden die Muskelverhärtungen zuerst punktuell, später großflächig (=Faszienbehandlung), gezielt ausgestrichen. Die gesamte Behandlung wird im Anschluss durch eine therapeutische Dehnung bzw. durch eine Eigendehnung, welche der Patient in Eigenregie zuhause selbständig weiterführt bzw. wiederholt, abgeschlossen bzw. ergänzt.

Anstrengende, aber vielversprechende Behandlung

Die manuelle Triggerpunkt-Behandlung ist für den Patienten anstrengend. Der Therapeut arbeitet hauptsächlich an jenen Körperstellen, an denen die größten Schmerzen provozierbar sind. Im Zuge der Behandlung kann es also zu starken Schmerzen kommen.

Eine klare Absprache zwischen Therapeut und Patient ist enorm wichtig, der Patient kann die Behandlung jederzeit durch ein "Stopp" unterbrechen bzw. beenden.
Auch sind Hämatombildungen (= blaue Flecken) und starke Druckdolenzen (=Druckempfindlichkeit) nach der Behandlung keine Seltenheit. Im Anschluss an die Behandlung sollte die behandelte Körperregion gekühlt oder mit einer Ultraschallapplikation zusätzlich behandelt werden.

Die Triggerpunkt-Behandlung vermag auch nach jahrelangen Beschwerden, Schmerzen zu lindern oder gar zu beseitigen. Jedoch ist auch diese Form der Behandlung kein garantiertes Allheilmittel.

Unsere Praxiszeiten:

  • Mo:7:30 - 13:00 und 14:00 - 19:00
  • Di:7:30 - 19:00
  • Mi:nach Vereinbarung
  • Do:7:30 - 12:00 und 14:00 - 19:00
  • Fr:7:30 - 12:00

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